Spezielle Intraokularlinsen

Asphärische, aberrationskorrigierte Linsen sind eine der interessantesten Neuentwicklungen. Durch das Design des optischen Teils kommt es zu einem verbesserten Kontrastsehen. Außerdem wird die Blendung beim Sehen in Dunkelheit reduziert. Die Vorteile asphärischer Linsen sind wissenschaftlich erwiesen. Diese Linsen tragen insbesondere der Tatsache Rechnung, dass Sehen mehr ist als Sehschärfe, und die optische Gesamtqualität des Seheindruckes entscheidenden Einfluss auf das Lebensgefühl eines Menschen hat.

Blaufilterlinsen haben zusätzlich zum obligatorischen UV-Filter einen Blaulichtfilter und filtern energiereiches blaues Licht aus dem sichtbaren Wellenlängenspektrum heraus. Damit entspricht die Filterwirkung eher der Situation mit einer körpereigenen Linse. Blaufilterlinsen sollen die Makula (Stelle des schärfsten Sehens) besser vor energiereichem blauen Licht schützen und so eine vorbeugende Wirkung gegen Makuladegenerationen haben. Diese Wirkung wird wissenschaftlich kontrovers diskutiert. Eine Beeinträchtigung der Patienten durch das geänderte Wellenlängenspektrum resultiert offensichtlich nicht.

Abb. 1

Abb. 1

Abb. 2

Abb. 2

Multifokale Linsen (Abb.1) erlauben in einem hohen Maße scharfes Sehen in Ferne und Nähe (Abb.2) ohne eine Brille zu benötigen. Damit wird ein uralter Menschheitstraum realisiert. Kompromisse im Hinblick auf Kontrastsehen oder Blendung sind dennoch notwendig um dieses Ziel zu erreichen.
Torische Linsen sind Soderlinsen, die es erlauben, eine gleichzeitig bestehende Hornhautverkrümmung in hohem Maße intraokular auszugleichen.

Auf dieser Homepage finden Sie neben simulierten Seheindrücken (Abb.3) auch statistische Daten zur Brillenunabhängigkeit (Abb.4) und zu Blendungserscheinungen (Abb.5). Diese Daten sind nur Anhaltspunkte und bedürfen der Interpretation. Vor einer solchen Operation muss immer ein ausführliches Arzt-Patienten Gespräch über die persönlichen Lebensgewohnheiten und Ansprüche des Patienten stehen.

Abb. 5

Abb. 5

Abb. 4

Abb. 4

Abb. 3

Abb. 3

Die Kosten für die oben aufgeführten Untersuchungen und Linsen werden von gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Ein Teil der Operations- und Nachbehandlungskosten kann seit dem 01.01.2012 direkt mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Falls Sie weitere Informationen wünschen, beraten wir Sie gerne.