IGEL

Individuelle Gesundheitsleistungen

Dies sind medizinisch sinnvolle und empfohlene Vorsorge- und Ergänzungsuntersuchungen, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden. Ausnahmen sind hier die Privaten Kassen.
Zur Zeit werden in unserer Praxis folgende IGEL angeboten:

a) Vorsorgeuntersuchung für den Grünen Star (Glaukom-IGEL)
b) HRT
c) Fotodokumentation wichtiger Augenbefunde
d) OCT

a) Glaukom-IGEL
Auch heute noch zählt der Grüne Star zu den drei häufigsten Erblindungsursachen in Deutschland. Er bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen der Sehnerv einen nicht zu reparierenden Schaden erleidet und damit das Gesichtsfeld und später das Sehvermögen zerstört wird und der Patient erblindet. Häufige Ursache ist ein zu hoher Augeninnendruck, aber auch gefäßbedingte Störungen der Durchblutung können Mitursache sein.
Leider bemerkt der Patient die Erkrankung häufig erst im Spätstadium, so dass dann der Sehnerv meist schon unwiderruflich geschädigt ist.
Aus diesem Grund empfiehlt sich die vorbeugende Untersuchung des Sehnerven, sowie des Augen-innendruckes ab dem 40igsten Lebensjahr alle 2 Jahre, ab dem 60igsten Lebensjahr jährlich.
Bei besonderen Risikofaktoren kann eine häufigere Kontrolle erforderlich sein!

b) HRT
Hat ein Patient einen Grünen Star und/ oder eine andere Erkrankung des Sehnerven, so kann dies zum Absterben von Nervenzellen des Sehnerven führen. Dies zeigt sich häufig an einer Aushöhlung des Sehnervenkopfes.
Mit der Untersuchung durch das HRT (Heidelberger Retina Tomograph) kann man die Größe der Aushöhlung (Excavation) exakt bestimmen und bei der sinnvollen Kontrolluntersuchung (6 bis 12 Monate später) eine mögliche Größenveränderung der Sehnervaushöhlung erkennen. Dadurch kann die Notwendigkeit eines Therapiebeginns oder einer Therapieoptimierung häufig frühzeitig erkannt werden.

c) Fotodokumentation
Bei verschiedenen Erkrankungen oder Besonderheiten des vorderen Augenabschnittes, aber auch der Netzhaut ist eine Verlaufskontrolle erforderlich.
Aus diesem Grunde ist eine Fotodokumentation dieser Befunde häufig der beste Weg, langsame Veränderungen (über Jahre) zu erkennen.

d) OCT
Bei der Optischen Kohärenztomographie (OCT) wird mittels einer schmerzfreien Laseruntersuchung ein Schnittbild der zentralen Netzhaut erzeugt. Durch elektronische Verarbeitung der Bilder ist es möglich 2 oder 3 dimensionale Ansichten der Region zu erstellen, die für ein gutes Sehen am wichtigsten ist (Macula). Krankhafte Veränderungen können rechtzeitig erkannt und in ihrem Verlauf beobachtet werden.
Besonders wichtig ist diese Untersuchung bei folgenden Erkrankungen:
Altersbedingte Makuladegeneration, Zuckerbedingte Netzhautveränderungen, Zustand nach Gefäßverschlüssen, Veränderungen an der Grenzfläche von Netzhaut und Glaskörper (z.B. epiretinale Gliose)